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 Betreff des Beitrags: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 02.06.2018, 14:58 
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Hallo zusammen,

wie ich unter einem anderen Topic bereits erläutert habe, ist mein roter Flitzer mit den bekannten Symptomen (plötzliches Absterben, fehlender Assist, Start-Stop fällt aus...) unterwegs. Da ich ja noch den anderen Akku von meinem "Silberpfeil" habe, bin ich am grübeln, ob es Sinn machen würde, die "besseren" Zellen beider Akkus in einem Akku zu vereinen.

Dazu habe ich drei Fragen:
1) Wie kann ich als "Elektrolaie" mit lediglich Grundkenntnissen in Messtechnik (Digitalmessgerät habe ich) die Spannung der einzelnen Zellen am Besten auslesen?
2) Wie funktioniert ein Zellentausch im Detail?
3) Wer von Euch hat bereits einzelne Zellen getauscht?

Besten Dank für Eure Unterstützung.

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Tom
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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 04.06.2018, 11:21 
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Hallo Tom,

einzelne Zellen habe ich nicht getauscht, nur Stangen à 6 Zellen. Diese 6 Zellen sind verschweißt, die würde ich nicht auseinandernehmen (obwohl meistens nur eine böse Zelle dabei ist).

Da gibt es wunderbare youtubes, wie man das macht, an die habe ich mich gehalten. Links findest du auch hier im Forum.

Die Stangen habe ich einzeln vermessen, sowie ich an die Pole kam, das siehst du beim Auseinanderbauen. Am BCM kann man zusätzlich die Spannungen von je 2 Stangen in Serie messen, dürfte aber in deinem Fall nicht viel bringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 05.06.2018, 16:28 
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Hallo Tom
ich glaube Du meintest mit ‚Zellen‘ einfach Sticks. Zu Deinem Anliegen folgende Antwort:
bisher habe ich – ähnlich wie Einunddreissig – einen kompletten Satz Sticks ausgetauscht gegen gebrauchte, aufbereitete aus den USA.
siehe auch: IMA-Batterie reparieren: 20 gebrauchte Sticks aus den USA
Die sind jetzt seit zwei Jahren drin: Ist o.k. Vor allem seit ich den Tip von I1_2000 beachte und den Akku bei Bergfahrten nicht so stark belaste und stattdessen lieber einen niedrigeren Gang einlege, ist die Sache stabil. Wenn die aufbereiteten Sticks nicht mehr miteinander harmonieren, möchte ich es machen wie Du: von dem alten Paket und von den aufbereiteten Sticks die Besten nehmen und hoffen, dass es wieder einige Jahr hält.
Soweit ich weiß kommt es bei der Güte der Sticks auf folgendes an:

1) Ganz wichtig: Sie sollten im aufgeladenen Zustand wenig Unterschied in der Spannung haben z. B. ist es möglich 20 Sticks so auszusuchen, dass sie alle zwischen 7,9 und 8,1 Volt liegen. Das ist o.k. Je weniger Streuung desto besser (zwischen 7,6 und 8,4 Volt wäre zu viel Streuung). Das BCM im Auto misst die Spannungsunterschiede und lässt IMA leuchten, wenn die Spannungsunterschiede der Sticks (genaugenommen zwischen jeweils zwei Paaren von Sticks) zu groß werden

2) Nach 3 Wochen herumliegen d.h. Selbstentladung (die Spannung sinkt dann um ca. 1V) sollten sie immer noch möglichst wenig Streuung bezüglich der Spannung haben. Deutlich zu stark entladene Sticks ausmustern. Wenn man dieses Kriterium nicht im Auge behält, dann leuchtet IMA nach längeren Standzeiten auf.

3) Die Sticks sollten alle keinen zu großen Innenwiderstand haben (ca. 20 milli-Ohm ist normal, 30 ist etwas hoch und 10 ist super)

4) Sie sollten auch bei Ladung mit hoher Stromstärke ihre Kapazität erreichen.

5) In der Endphase des Ladens sollten einzelne Zellen in einem Stick nicht wärmer werden als andere. Frühzeitige Erwärmung während des Ladens, zeigt eine geringe Kapazität in der Zelle an.
Punkt 4) lässt sich schwer überprüfen denn um die Realität im Auto zu erreichen müsste man locker mal mit 50 A aufladen. Ich habe ein Gerät, das wenigstens 5 A Ladestrom erzeugt, das ist auch schon viel, denn nach gut 1h ist der Stick voll geladen. Ich kann dann durch befühlen prüfen, ob der Stick ungleichmäßig warm wird (vgl. 5). Wenn die vom Ladegerät angezeigte Kapazität des vollgeladenen Sticks noch ca. 6 Ah beträgt, dann weiß ich, dass der Stick auch mit eher hohem Ladestrom noch belastbar ist.
Mein Gerät misst auch den Innenwiderstand. Ich denke, dass ist sehr wichtig – siehe 3). Es bringt die beste Kapazität nichts, wenn die Leistung nicht ohne Wärmeverluste schnell abgegeben werden kann.

Du merkst: das ganze braucht Zeit: Ein Wochenende lang lädt man Stick für Stick auf und notiert Spannung, Innenwiderstand sowie besondere Erwärmungserscheinungen auf dem Stick. Dann misst man wieder Spannung und Innenwiderstand nach drei Wochen und trifft eine Entscheidung gemäß 1) – 5).
Ach ja: Welches Gerät: Von der Firma ELV habe ich das ALC 8500-2 Expert gebraucht für 200 € gekauft. Vielleicht gibt es inzwischen günstigere Alternativen mit mind. 5 A Ladestrom und Messung des Innenwiderstandes? Oder man behilft sich anders bei der Messung des Innenwiderstandes?

Zum Schluss noch was: Zwar ist mit dem Umlegen des Sicherheitsschalters keine Spannung mehr an den Endpolen der Gesamtbatterie (unbedingt überprüfen!). Sie ist damit transportabel etc. Aber in der geöffneten Batterie gibt es bestimmte Punkte, die man nicht mit beiden Händen berühren darf. Ich war da sehr vorsichtig und habe immer nur an einem Stick geschraubt ohne mit den anderen in Berührung zu kommen.
Weißt Du über die Punkte, die man nicht berühren darf, genaueres - Einunddreißig?


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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 06.06.2018, 07:47 
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Punkte, die man nicht berühren darf - Zunächst: Einen Punkt darf man bei Batterien überall berühren, nur nicht 2 Punkte gleichzeitig. Ich will das nicht verharmlosen, aber solange man nur mit einer Hand (und nicht gespreizten Fingern...) arbeitet, ist man recht sicher unterwegs.

Dann: Ich habe es selbst bei umgelegtem Hauptschalter nicht geschafft, die vollen 170V abzugreifen, das Maximum zwischen 2 Punkten war um die 70V (das kann durchaus auch zum Tode führen, nur bis 48V gelten Batteriesysteme als nicht tödlich).

Von der Batterie gehen vier Hauptleitungen aus, 3 zusammen rechts oben (Relaisschaltung), 1 unten links. Zwischen unten links und einer der 3 oben habe ich nach meiner Erinnerung diese 70V gemessen, es gibt aber auch noch andere Kombinationen mit dieser Spannung.

Generell: Die Seite mit den Hauptleitungen (da ist auch der Hauptschalter dran) beim Tragen nicht anfassen, sondern oben an den Griffen packen. Dann das Abdeckplastik auf der gegenüberliegenden Seite abnehmen und dann die orangene Verbindungsplatte abschrauben (Man merke sich das Drehmoment, mit dem die Sticks festgeschraubt sind!). Dann ist die Bombe entschärft und es treten nur noch die Stickspannungen um die 8V auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 02.11.2018, 16:40 
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Einunddreissig hat geschrieben:
Punkte, die man nicht berühren darf - Zunächst: Einen Punkt darf man bei Batterien überall berühren, nur nicht 2 Punkte gleichzeitig. Ich will das nicht verharmlosen, aber solange man nur mit einer Hand (und nicht gespreizten Fingern...) arbeitet, ist man recht sicher unterwegs.

Dann: Ich habe es selbst bei umgelegtem Hauptschalter nicht geschafft, die vollen 170V abzugreifen, das Maximum zwischen 2 Punkten war um die 70V (das kann durchaus auch zum Tode führen, nur bis 48V gelten Batteriesysteme als nicht tödlich).

Von der Batterie gehen vier Hauptleitungen aus, 3 zusammen rechts oben (Relaisschaltung), 1 unten links. Zwischen unten links und einer der 3 oben habe ich nach meiner Erinnerung diese 70V gemessen, es gibt aber auch noch andere Kombinationen mit dieser Spannung.

Generell: Die Seite mit den Hauptleitungen (da ist auch der Hauptschalter dran) beim Tragen nicht anfassen, sondern oben an den Griffen packen. Dann das Abdeckplastik auf der gegenüberliegenden Seite abnehmen und dann die orangene Verbindungsplatte abschrauben (Man merke sich das Drehmoment, mit dem die Sticks festgeschraubt sind!). Dann ist die Bombe entschärft und es treten nur noch die Stickspannungen um die 8V auf.


Ich danke Euch herzlich für die Antworten, melde mich erst jetzt wieder da sich der Akku meines roten Stromers urplötzlich -Gründe???- wieder beruhigt hat und die geschilderten Symptome so gut wie weg sind. Dennoch werde ich das zerlegen meines Ersatzakkus angehen und die geschilderten Schritte durchführen, damit ich wenigstens in naher Zukunft vor dem "IMA"-Symbol am Dashboard geschützt bin ;)

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Tom
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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 02.11.2018, 16:59 
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Ganz ehrlich gesagt: wenn es jetzt läuft, würde ich nichts machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 02.11.2018, 17:33 
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I1_2000 hat geschrieben:
Ganz ehrlich gesagt: wenn es jetzt läuft, würde ich nichts machen.

Kann aber doch nicht schaden, den Akku aus meinem havariertem Silberpfeil zu demontieren...oder?

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Tom
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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 02.11.2018, 18:00 
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Das nicht, aber wenn es läuft, wozu den Aufwand treiben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus Zwei mach Eine, Zellentausch
BeitragVerfasst: 05.11.2018, 12:37 
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Wenn der Akku vom Silberpfeil auch schwächelt, dann kann man den natürlich zerlegen und die schlechten Sticks aussondern. Ist Ansichtssache, wann man das tut, meiner Meinung nach genau dann, wenn man Zeit und Lust dazu hat, auch ohne Not.

Ist der Akku allerdings noch gut, dann würde ich im Notfall wohl den gesamten Akku austauschen und beim Akku aus dem Roten versuchen, noch gute Sticks zu retten.

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